Agentic UI: Was KI-Agenten für Frontend-Architekten bedeuten
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Die letzten Jahre standen im Zeichen von Design Systems und Micro-Frontends. Die nächste Verschiebung ist schon sichtbar: KI-Agenten wandern in die Oberfläche. Nicht als aufgesetztes Chat-Fenster in der Ecke, sondern als integraler Teil der Interaktion.
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Mehr als ein Chatbot
Ein Chatbot beantwortet Fragen. Ein Agent handelt: Er ruft Funktionen auf, füllt Formulare vor, schlägt nächste Schritte vor und führt sie nach Bestätigung aus. Für die Oberfläche heißt das: Sie muss nicht mehr nur Eingaben entgegennehmen, sondern Vorschläge, Zwischenzustände und Rückfragen eines Agenten darstellen.
Das verändert die Architektur an drei Stellen:
- Zustand — Agenten-Interaktionen sind langlebig und asynchron. Ein Signal-basierter Store, der Streaming-Antworten und Tool-Calls sauber modelliert, wird zur Kernkomponente.
- Komponenten — Generative UI bedeutet: Teile der Oberfläche werden zur Laufzeit aus Agenten-Ausgaben zusammengesetzt. Das braucht eine robuste, typsichere Registry aus Bausteinen.
- Vertrauen — Jede Aktion, die ein Agent auslöst, muss nachvollziehbar und widerrufbar sein. Das ist genauso ein UX- wie ein Architekturthema.
Wo ich ansetzen würde
- Ein klar abgegrenzter Agent-Layer, der von der restlichen App entkoppelt ist.
- Design-System-Komponenten, die sowohl von Menschen als auch von Agenten befüllt werden können.
- Konsequente Beobachtbarkeit: Jeder Tool-Call wird geloggt, jeder Zustand ist reproduzierbar.
Agentic UI ist kein Feature, das man nachträglich anflanscht. Es ist eine Architektur-Haltung — und genau da fängt meine Arbeit an.